Nur die Größe zählt

Effizientes Travel Management braucht Kennziffern. Sie messen Preise, Richtlinientreue und Service Qualität. Welche Zahlen wichtig sind und wie Sie an Daten gelangen.

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Noch in den Kinderschuhen

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Dabei steckt Controlling im Travel Management "noch immer in den Kinderschuhen", sagt Liane Feisel, Inhaberin der Beratungsfirma Feisel Consulting: "Es wird zwar punktuell praktiziert, aber oft mangelt es an ganzheitlichen Konzepten." Und, besonders in der Krise, auch am entsprechendem Budget. Obwohl gerade Controlling und Kennzahlen helfen, in der Planung effizient zu sparen. Feisel: "Ohne Transparenz würden viele Unternehmen weiter die teureren Firmenraten nutzen, statt von der derzeit günstigen Marktlage zu profitieren."

Die richtigen Zahlen wählen

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"Will ich die Einhaltung meiner Reiserichtlinie prüfen, dann schaue ich mir für jedes Zielgebiet die prozentuale Verteilung meiner Tickets pro Serviceklasse an", nennt Liane Feisel ein Beispiel. "Und um festzustellen, ob innerhalb dessen die günstigen Varianten gebucht wurden, werte ich die Klassen je Ziel aus." Als Erstes werden meist einige sogenannte Finanzkennzahlen festgelegt. Sie belegen etwa die Reisegesamtausgaben, die durchschnittliche Höhe der Ticketpreise oder die Vorausbuchungsfrist (je eher reserviert wird, desto günstiger ist ein Flug normalerweise). Zweitens zählen die Kundenkennzahlen zum Repertoire. Sie sollen zeigen, ob sich die Reisenden and die Richtlinien, die vereinbarten Buchungswege und die Partnerhotels oder -fluglinien halten. Buchen sie die Gesellschaft, mit der die Firma einen Vertrag abeschlossen hat, oder doch wieder die Linie, die Ihnen Prämienmeilen gutschreibt?

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Die Berechnung ist einfach

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Wie häufig gemessen werden soll, hängt von den Kennzahlen und den Wünschen des Top-Managements ab: Simplere Fragen wie durchschnittliche Ticketkosten lassen sich monatlich, komplexere vierteljährlich oder jährlich auswerten. Etliche Unternehmen verzichten darauf, für die Messung eigene Datenbanken aufzubauen - sondern geben das Thema an externe Spezialisten. "Meist ist es effizienter, das -Ganze auszulagern", sagt Beraterin Feisel, "um sich große Mühe zu sparen und um die Kennzahlen auch richtig interpretieren zu können."

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Text: Oliver Graue. In: BizTravel Nr. 1 März/April 2010-03-05

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